Deutschkreutz-Runderl

Das drinnen-hocken (und noch einiges) macht mich fertig. Der Winter-Blues ist noch voll da. Die Waage sagt inzwischen auch schon eindringlich: „…Wennst so weiter machst, siehst dein Zumpferl nur mehr im Spiegel…“.
Ich brauch frische Luft, sei es im Garten (da ist aber jetzt nix zu tun), oder bei irgendeiner Rennrad-/Crosser-/MTB-Aktivität. Ich will das Hirn von diversen Frust-Gedanken freischaufeln, die Luft, den Wind, die Gegend spüren (die Haxen auch). Bei einer „Kurz-Runde“ wird das nix.
Also plane ich für diese Woche eine mindestens-5-Stunden-unterwegs-sein-Runde – obwohl das Wetter eigentlich… (siehe Winter-Blues).
Ich studier einige meiner „Standard“-120er-Runden.
Die Windfinder-App sagt: „Es ist eigentlich wurscht, wo du hinfährst, du hast Gegenwind, zu Mittag dreht er nämlich…“ – so wars dann auch.

Ich entschliesse mich für eine „Deutschkreutz-Runde, Variante ?, ein Klassiker. Sicherheitshalber nehm ich den Crosser (vielleicht fällt mir irgendein Blödsinn/Abschneider/Abkürzer durch den Wald oder über Feldwege ein), außerdem ist er um ca. 2 kg schwerer als der Renner und läuft auch nicht so gut – für den Trainings-Effekt ideal… Es hat -1°C (sagt mein Wahoo), es ist grau und trüb (wie meine Stimmung), aber egal. Richtung Sieggrabener Sattel tun mir schon die Haxen weh, der Puls ist eigentlich viel zu hoch, ich nehm Tempo raus. Rauf auf den Sieggrabener spür ich meine (momentanen) 82,90 kg und ich bin froh, endlich das Verkehrsschild zu sehen – dann bin ich nämlich endlich gleich oben.

Bis Oberpullendorf gehts bergab, dort mach ich die übliche Leberkäse-Semmel-Pause beim Supermarkt und ausnahmsweise hol ich mir auch einen Kaffee. Weiter gehts Richtung Lutzmannsburg und ich nehm die Variante zum „Mittelpunkt des Burgenlandes“ – die Strecke gefällt mir nämlich ausnehmend gut. Und nach einem Foto-Bananen essen-Pinkel-Stopp gehts weiter. Der Wind kommt immer noch so geschmiert von der Seite und von Lutzmannsburg durch den Wald nach Kroatisch-Minihof kommt er wieder schön von vorn – es ist mir aber inzwischen schon egal.

In Deutschkreutz überleg ich, ob ich mir ein „anständiges“ Mittagessen leisten soll, aber in Anbetracht meines leichten Übergewichts nehm ich nur einen Toast im Cafe Goldmark (auch so ein Pausen-Fixpunkt auf dieser Runde). Und dann gehts über Ungarn in die Heimat, klassischerweise genehmige ich mir zum Abschluss einen (oder zwei) Spritzwein(e) in der „Kondi“ (ca. 500 mtr. von daheim entfernt).

Insgesamt war ich 7 Std unterwegs – auf Strava könnts guggen – und ich fühl mich besser…

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