Reise nach Großmürbisch Nr. ??

Vor einigen Wochen läutete das Telefon. Frau Lotte ist dran: „… mia foan so umman 11. August herum wieder amoi noch Großmürbisch, foast mit? …“. Da brauch ich nicht lange überlegen, ich studiere meinen Kalender und sage kurz darauf zu.
Großmürbisch – da waren „wir“ seinerzeit mindestens einmal im Jahr. Die Gruppe hat sich inzwischen aus verschiedenen Gründen aufgelöst und sporadisch machen doch einige Ex-Mitglieder eine gemeinsame Ausfahrt…

Die Zimmer sind reserviert – natürlich bei der „Gisi„, über die diversen Kanäle wird die Strecke diskutiert (da gibts ja auch etliche Möglichkeiten) Treffpunkt und Uhrzeit wird ausgemacht und alle hoffen auf tolles Wetter – nicht so extrem heiss wie momentan, wenig Wind und kein Regen wäre schön…

In der Nacht von Freitag auf Samstag schüttet es anständig bei uns, das kann ja heiter werden, aber Samstag früh ist es trocken und fast windstill – perfekt!

Ich wähle mein Brevet-Rad (das Canyon),  überlege, was brauch ich alles? Nicht viel für einen Samstag-hin-Sonntag-zurück-Trip – ich würd alles in die Trikot-Taschen stopfen können. Ich nehme trotzdem meine Satteltasche (*), pack das Zahnbürsterl, 2 Reserve-Schläuche, das kleine Werkzeug, sicherheitshalber die Regenjacke (*), Popsch-Creme (*), „Zauberpulver“ (*) in Tablettenform, ein paar Riegel und Gels ein, das wars. Ladegerät(e) oder Powerbank (*) brauch ich ja zum Glück diesmal nicht mit, mein Luxos U (*) liefert ja über den Puffer-Akku genug Ladestrom für meinen Wahoo und mein Wischtelefon…

Treffpunkt ist um 08:30 Uhr, Bahnhof Eisenstadt. Lotte, Georg, Manfred, Gerhard – alle da bis auf Josef (der leider aus gesundheitlichen Gründen absagen musste). Wir rollen locker über Brennbergbánya Richtung Oberpullendorf, bleiben aber auf den wenig befahrenen Nebenstrassen, gönnen uns in Großwarasdorf eine Wurstsemmel, bleiben aber kurz darauf in Unterpullendorf nochmal stehen: „… Menü heute: Gulasch …“ steht groß auf der Tafel. Es ist fast 12:00 Uhr, also Zeit für ein Mittagessen!

Gestärkt geht es weiter. Und eine Reise ins Südburgenland ist nichts ohne einer Überquerung des Geschriebenstein, dem höchsten Berges des Burgenlandes – immerhin 884 m!

Rudi, Gerhard, Manfred, Georg, Lotte

In Rechnitz gibts eine kurze Kaffeepause und das gehts ohne Pause bis Güssing. Dort gibt es „… Burgenlands ersten Craft Beer Store als Vertreter der regionalen und internationalen Biervielfalt …“ mit weiss der Teufel wie vielen Sorten Bier und das müssen wir natürlich hin auf ein Glaserl (hüstel)! Danach die letzten Kilometer zu unserem Quartier und bei einem wunderbaren, mehrgängigem Abendessen, ein paar Getränken, viel Tratscherei über Gott und die Welt ist der 1. Teil zu Ende…

Lotte, Georg und Gerhard (und die per Auto angereiste Elisabeth) haben noch Urlaub und bleiben noch einen Tag, Manfred und ich müssen leider am Montag wieder arbeiten und beschließen, gemeinsam die Heimreise anzutreten. Manfred hat einen „schönen“ Tourenvorschlag ausgearbeitet. Nachdem ich ja seine Vorlieben kenne, bereite ich (einer der schlechtesten Bergfahrer des Burgenlandes) mich schon seelisch auf eine Fahrt mit Bergfaktor (mindestens) 10 vor…
Wir starten nach dem Frühstück und schlängeln uns durch den Punitzer Wald, über Grosspetersdorf, Stadtschlaining… Kurz vor einem meiner „Lieblingsanstiege“ schwenken wir nach links Richtung Bucklige Welt. Da – ein Buschen hängt, das Zeichen für einen (Most-)Heurigen, das wäre jetzt wieder gerade richtig. Und tatsächlich, in Bergwerk liegt der Mostheurige Seidl direkt an unserer Strecke. Rein mit uns und einen köstlichen Schnitt gespritzt (herber Most, Apfelsaft, Sodawasser) und eine wunderbare Presswurst genossen!

Frisch gestärkt geht es weiter. Bei Stuben, Richtung Kirchschlag ein richtig schmieriger langer Anstieg – und noch dazu grob geschottert, da hilft meine Randonneur-Kurbelgarnitur (*) auch nix mehr, ich muss vom Rad und schiebe fluchend etliche Meter…

Danach die schöne lange Abfahrt nach Kirchschlag, nochmal ein Stopp bei der Tankstelle zum Flaschen füllen und dann noch ein paar anständige Steigungen über Wiesmath, Hochwolkersdorf, Rosalia in die Heimat…
Bergfaktor war übrigens 11,6 – ich habs gespürt (hier die Tour zum nachfahren)…

Das Südburgenland ist (auch) ein wunderbares Ziel für Rennradler und/oder MTBer, einsame Strassen, gut ausgebaute und markierte Radwege, von flach bis ordentlich hügelig ist alles dabei. Reisezeit ist – meiner Meinung nach – am besten Frühling, oder noch besser Herbst (da haben mehr (Most-)Heurige offen. Quartiere gibts in allen Preisklassen und in fast allen Dörfern, auf Booking.com (*) findet sich immer etwas…


Hinweis:
Die mit (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis überhaupt nicht.
Du möchtest mich auf einen Kaffee oder Spritzer einladen? Wunderbar, hier entlang bitte!

Danke fürs teilen und/oder liken!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Betrieben von WordPress | Theme: Baskerville 2 von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das:

Auch meine Webseite verwendet Cookies... Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen