Umbau auf Super-Kompakt-Kurbel

Ich bin kein Bergfahrer. Ich bin alt. Ich bin schwer. Ich bin nicht leidensfähig.
Zumindest denk ich mir das öfter, wenn es in die Berge geht. Als burgenländischer Flachlandradler komme ich auch selten zum Bergtraining – die Hügel bei uns 10mal oder öfter hintereinander hinauftreten ist mir – ehrlich gesagt – zu blöd. Rüber in die „Bucklige“ – da hab ich schon eine Stunde Anfahrt, geht also nur, wenn ich Zeit für eine Ganztages-Tour habe.
Also quäle ich mich trotz Kompakt-Gruppe und hinten eh schon 11/34 die Berge hoch. Bei Tagestouren mit einem Bergfaktor bis 10 gehts. Auch wenn wir mehrere sind, da kurble ich halt trotz hohem Puls und brennenden Beinen und beiss durch. Aber wenn ich alleine bin (und irgendwie nicht gut drauf bin) und es kommt so ein langer, steiler oder schmieriger Anstieg – da denk ich mir dann öfter „…scheiss drauf…“, klick aus, steig ab und schieb halt ein Stück…

Besonders bei den letzten langen Brevets – beim 400er und speziell beim 600er, wo ich auch noch jede Menge Zeug in der Satteltasche  (*) mitschleppte, hab ich einige Male geschoben. Also die diversen Blogs, Foren, Berichte durchforstet, mit anderen Randonneuren gesprochen etc. – was gibts für Möglichkeiten? Wieder umsteigen auf 3-fach? Ist schwer und schaut nicht gut aus. Hinten ein langes Schaltwerk und eine 40er-Kassette? Nein, dass schaut überhaupt erst geschissen aus…

Im Netz dann die „Super-Kompakt“-Kurbelgarnitur (46/30) entdeckt, allerdings „drüben“ bei IRD (lange Lieferzeit, wie ich dann erfahren habe). Im Bikeboard-Forum war dann aber irgendwo auch eine Diskussion und irgendwer schrieb „… der Citybiker hat welche (gehabt), frag nach …“. Also Kontakt aufgenommen, IRD nicht mehr lagernd, aber es gibt von FSA jetzt auch eine 46/30-Kurbelgarnitur. Es gehen einige Mails hin und her bezüglich meiner Anforderungen, meiner Jahreskilometerleistung etc. – ich werde vom Citybiker bestens beraten und entscheide mich dann für die FSA Energy Modular (*). Nachdem ich ja kein Schrauber bin und (laut Citybiker) eventuell auch ein anderes Tretlager brauche (hab tatsächlich ein neues gebraucht), bring ich mein Rad nach Wien und sag: „… Bitte, machts mir das wie besprochen …“

Ein paar Tage später ist mein Radl fertig – hängt schon wieder im Schupfen und demnächst (ich hoffe, ich komm am Wochenende dazu) gibts eine Probefahrt und natürlich hier einen Bericht.


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8 Kommentare zu „Umbau auf Super-Kompakt-Kurbel

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  1. hallo rudi,

    bist du mit der neuen kurbel schon gefahren ? wie zufrieden bist du damit vor allem in der ebene ?
    hab nämlich vor, mein Rennrad demnächst auch umrüsten zu lassen !

    LG petra

    1. Hallo Petra!
      Ich bin sehr zufrieden.
      Vor allem bei den langen Brevets mit vielen Höhenmetern (und mehr Gepäck = mehr Gewicht als bei „normalen“ Radtouren) bzw. Touren in der „Buckligen“ oder so ist es für mich (als schwacher Bergfahrer) schon eine Erleichterung.
      Und in der Ebene geht auch was, allerdings wenn es sehr schnell (>40 kmh) wird kurbelst halt wie ein Hamster – und bergab ebenfalls…

        1. Hallo Torsten!

          Ja, dazwischen ist kein Unterschied, aber es geht mir um das 30er-Blatt vorne, das kannst du bei einem 50er-Blatt nicht schalten (Faustregel: 16 Zähne Unterschied). 3-fach wollte ich nicht (wegen Gewicht).
          Meine Erfahrung ist gut, ich hab diese Kombination ja „nur“ am Brevet-/Langstrecken-Rad und da gehts ja nicht so um Geschwindigkeit.
          Natürlich – wenns irgendwo lang und flüssig bergab geht, dann ist nur mehr rollen angesagt…

          1. Danke Rudi!

            Ich denke über Subcompact 46/30 mit 11-25 (11-fach) nach, statt klassisch 50/34 mit 11-28. Lange Anstiege sind dabei kein Thema. 34/28 vs. 30/25 macht ja keinen Unterschied. Mir geht’s eher darum, im Flachen möglichst kleine Gangsprünge zu haben für die optimale Trittfrequenz. 50/11 nutze ich eh nie. Bergab übernimmt die Schwerkraft. Einer der Vorteile, wenn man groß und schwer ist… 😉

            Von Rotor gibt’s übrigens auch 46/30er Kettenblätter für einen Teil ihrer Kurbeln. Wie bei FSA benötigt man ein anderes Innenlager. Ohne Umbau geht’s also hier auch nicht. Ich habe aber bisher weder mit Rotor noch FSA Erfahrungen gesammelt.

          2. Uje, Torsten,

            da wirds technisch und das ist nicht mein Fachgebiet – da solltest du eher in den diversen Foren nachfragen…
            Wenn lange Anstiege kein Thema sind, würde ich bei 50/34 und 11/28 bleiben (das fahre ich am „Einser“-Radl – allerdings noch 10-fach, und merke nix von grossen Gangsprüngen).

  2. Hallo Rudi,
    na fabelhaft, klingt gut!
    Also 46/30 so weit klar.
    Und hinten fährst du welche Kassette (11/34 ?) und langes oder kurzes Schaltwerk?
    Danke & lg
    Petra

    1. Hallo Petra!

      Hinten fahr ich 12/34 mit langem Schaltwerk (war so drauf).
      Wenn du umbauen musst: billiger als ein neues Schaltwerk ist ein „Wolfzahn“ – hat nur gute Kritiken
      Rudi

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