Moravský kras – jetzt aber!

Voriges Jahr wollte ich ja schon einmal nach Moravský kras, aber damals machte mir der Regen einen dicken Strich durch die Rechnung. Heuer war besseres Wetter angesagt (so heiss wollte ich es aber eigentlich nicht), ich hab ein paar Tage Zeit und muss sowieso eine „Testfahrt“ absolvieren, da ich im Juli bei einer 760km-unsupportet-bikepacking-Geschichte mitfahre. Beim Tuscany Trail war ich mit meiner Gepäck-Transport-Lösung nicht ganz zufrieden, habe in neue Teile investiert und Taschen etc. anders positioniert.
An der Gabel (die leider keine Ösen hat – bis jetzt einziger Schwachpunkt meines Cannondale Topstone) hab ich mit Kabelbindern Blackburn (*) Gepäckträger montiert und den Schlafsack und die Luftmatratze angeschnallt – haben (auch auf rumpeligen Waldwegen) tadellos gehalten. Auf der Bikepacking-Seite gibts übrigens eine Liste aller Möglichkeiten, an der Gabel diverse Gepäckträger etc. zu montieren.
Am Gepäckträger habe ich eine Racktime Odin (*) montiert, die variabel ist und ordentlich Stauraum bietet – Details hier. Für den Lenker habe ich noch nicht das (für mich) passende gefunden und verwende noch meine Roswheel-Tasche.
Eingepackt hab ich das volle Programm (denn wer weiss, wie das Wetter im Juli ist und einige andere Radreisen habe ich für heuer ja auch noch in Planung): 2. Garnitur Wäsche, Regenjacke, Regenhose, Badehose, Zahnbürstel undsoweiterundsofort…

Montag, 24.06. – Tag 1:
Ich habe mir mit komoot die Rout grob zusammengestellt, radle in der Früh los, es ist schon recht warm und der Wind kommt von vorne (wie kann es anders sein). Ich gondle gemütlich dahin, es wird wärmer und der Wind kommt den ganzen Tag von vorne. An der tschechischen Grenze überlege ich, wie weit ich noch fahren will – bis Brünn geht noch!
Im Schatten sitzen, jausnen, auf Booking.com (*) ein günstiges Quartier suchen, buchen und weiterfahren. Nach 202 km bin ich am Ziel. Duschen, Pizza essen und ein paar Iso-Getränke und der Tag ist fertig…

Dienstag, 25.06. – Tag 2:
Ein kleines Frühstück im Hostel, die Strecke bis zum Info-Zentrum in Blansko hab ich grob vorgeplant, aber irgendwie schickt mich komoot auf nicht vorhandene Wander-/Rad-Wege (oder ich hab einen Abzweiger übersehen), aber egal. Ich habe ja analoges Kartenmaterial mit und außerdem die Mapy.cz-App am Wischtelefon. Es gibt ja in Tschechien unzählige (markierte) Radwege, es ist schon fast unübersichtlich. Ich finde das Info-Zentrum (hier ist sogar eine „Bike-Box“ – wo hab ich bloss das Foto – da könnte das Rad eingestellt werden und die Bootsfahrt durch die Höhle etc. könnte gemacht werden). Aber mir sind zu viele Menschen (etliche Schülergruppen etc.) unterwegs und das macht mich nervös – ein andermal vielleicht. Ich fahre den Radweg entlang, im Wald ist es wenigstens angenehm kühl und es gibt doch auch einiges zu bestaunen. Dann schwenke ich auf den unbefestigten Wander-/Rad-Weg und kurble rauf zur oberen Aussichtsplattform der Macocha-Schlucht. Ein paar Fotos und weiter Richtung Sloup. Am Orts-Anfang bleibe ich beim Hotel/Restaurant Brousek stehen. Speisekarten-Tombola ist angesagt, da die Karte nur auf tschechisch verfügbar ist. Aber das Personal verfügt über rudimentäre Englisch-Kenntnisse und ich esse und trinke wunderbar. Ein Stück weiter lege ich mich an einem wunderbaren Platz für ein kurzes Mittagsschläfchen in den Schatten und dann rolle ich weiter. Schön langsam wird es Abend und die Schlafplatz-Suche beginnt. Es ist/war wieder ordentlich heiss und eine Dusche wäre nicht schlecht. Also wird die Übernachtung irgendwo im Wald verworfen – Booking.com (*) hat ein schönes, günstiges Quartier für mich und nach nicht ganz 150 anstrengenden Kilometern genieße ich eine kühle Dusche…

Mittwoch, 26.06. – Tag 3:
Das wichtigste zuerst: Der Wind kommt wieder von vorne und um 08:30 Uhr zeigt mein Wahoo schon +33°C. Nach einem (kleinen) Frühstück an der Tanke gehts Richtung Heimat. Eigentlich geht es nur leicht wellig dahin, aber die Hitze macht mir ordentlich zu schaffen und jeder kleine Hügel bringt meine Beine zum glühen und brennen. Ich bleibe öfters im Schatten stehen (sofern vorhanden), trinke und verschnaufe. Einen Wasserverbrauch habe ich wie eine Dampflok, die Temperatur ist inzwischen auf ungefähr 38°C gestiegen (mein Elemnt (*) zeigt am Abend eine Durchschnittstemperatur von +34°C !). Ich bleibe fast in jedem Dorf bei einem Greissler/Supermarkt stehen und versorge mich mit Wasser, Saft, Eiskaffee und ab und zu auch mit einem kleinen Snack.
Bei Kilometer 120 bin ich in Bratislava. Ich gönne mir einen eiskalten Aperol Spritz und eine heisse Suppe. Dann gehts wieder rüber nach Österreich und ich kurble auf dem kürzesten Weg – immerhin sind es noch 64 Kilometer – nach Hause. 184 Tageskilometer bei der Hitze brauche ich eigentlich nicht, aber ich wollte mir so kurz vor der heimatlichen Dusche und dem gewohnten Bett dann doch kein Quartier mehr suchen…

Resümee:
Die neue Gepäck-Anordnung ist ok, kein wackeln, kein scheppern. Das Rad bleibt wunderbar stabil und spurtreu, auch im etwas schwierigerem Gelände. Es ist genug Platz in den Seitentaschen für allerhand Zeug, einzig eine Regenhülle sollte ich mir noch besorgen.
Mehr Höhenmeter sollte ich halt trainieren/fahren, manche Steigungen ziehen sich doch und sind mit dem vollgepackten Rad (Gesamtgewicht ca. 18 kg) für mich ziemlich mühsam. Alternativ überlege ich trotzdem, ein anderes Ritzelpaket aufzustecken…


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