Bucklige, wieder einmal

Manfred „Doctor“ S. hat eine Runde ausgeschrieben: „… Leberkäse-Semmeln bei den letzten „richtigen“ Fleischhackern, Mittagessen am Stickelberg und ein paar Höhenmeter …“ Es wird ein wunderschöner Herbstag, sagt der Wettebericht und die diversen Apps. Um 07:00 Uhr früh ist doch noch etwas frisch: 8°C zeigt das Thermometer. Also steh ich wie eine Tussi vor dem Kasten und überlege „… welches Unterleiberl zieh ich an, welches Trikot, Windweste oder Windjacke, wie oder was …“
Es wird ein dünnes Langarm-Unterleiberl, ein Langarm-Herbst-Trikot, kurze Hose, Knielinge und Windweste (die bald in der Rückentasche verschwindet).
Ein Mädchen und drei Buben sind pünktlich am Treffpunkt, es geht los und schon bei Kilometer 20 oder so gibts den 1. Stopp: für ein Leberkäs-Semmerl beim Schuh!

Leberkäs-Semmerl in Schattendorf

Dann gehts über die Grenze nach Ungarn und die erste Steigung rauf nach Brennbergbánya und wir wechseln in Helenenschacht wieder nach Österreich. Runter, rüber, rauf, runter, umme… und der nächste Stopp zum Leberkäse-Semmerl testen in Kobersdorf (allerdings hat der Kümmelbraten so verführerisch ausgeschaut – Leberkäs beim nächsten Mal).
Der nächste Stopp kommt für Frau Pia etwas unerwartet, sie kollidiert fast mit Manfred, kommt nicht rechtzeitig aus dem Pedal und fällt im stehen um – und ihr total heikles Schaltauge ist (wieder einmal) leicht verbogen…
Wir fahren weiter, die erste „Prüfung“ steht bevor – die Auffahrt durch die Hölle nach Wiesmath. Das wars dann für Frau Pia: Am vorletzten Steilstück ein Schaltversuch, die Kette springt zwischen Ritzelpaket und Laufrad und frisst sich fest. Der Versuch, die Kette wieder heraus zu bekommen scheitert, nach einer halben Stunde und einem – jetzt anständig – verbogenen Schaltauge und Schaltwerk und der private Abholdienst wird telefonisch herbeigerufen…
Manfred, Pepi und ich fahren weiter nach Stickelberg. Dort gibts keine Leberkäs-Semmeln, sondern ein anständiges (etwas verspätetes) Mittagessen! Danach gehts wieder runter, wieder rauf, wieder runter, wieder rauf – schön langsam tun die Beine weh, aber wir sind eh schon auf dem Heimweg…
Die ganze Runde hat zwar nur einen Begfaktor von 11,4, aber das grausliche (zumindest für mich als schlechten Begfahrer) in der Buckligen Welt sind die meistens giftigen Anstiege die mit 6% anfangen und plötzlich ist so ein 14%-/15%-/16%-Stich da…

Trotzdem – die „Bucklige“ ist immer (speziell im Frühjahr oder Herbst) für eine Runde mit dem Rennrad (zur Streckenerkundung auch mit dem Crosser) gut, es gibt viele, viele Varianten auf schwach befahrenen Strassen und man kann – je nach Lust und Laune oder starken/schwachen Beinen – verlängern, abkürzen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Betrieben von WordPress | Theme: Baskerville 2 von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: