The Slovakia Experiment – TSE21

The Slovakia Experiment – was ist das überhaupt: Ein Rennen, eine Schnitzeljagd, eine Sternfahrt, eine Challenge? Ich hatte keine Ahnung. Irgendwie ist mir diese Geschichte (veranstaltet vom Citybiker) in den letzten Jahren zwar schon ein paarmal untergekommen, aber an Details konnte ich mich nicht erinnern (ich habe auch noch nie teilgenommen).

Irgendwann Ende des Jahres (?) steht’s wieder irgendwo in meiner Timeline und ich melde mich halt an. Datum ist der 07.03.2021, Details kommen später – so steht es. Ich horche mich in meinem Freundes-/Bekanntenkreis um – will jemand mein Teampartner sein? Es folgen Fragen: „… wieso, wie, wo, was, wer ??? …“. Ich weiß inzwischen etwas mehr und antworte:

Es gibt heuer (coronabedingt) keinen (gemeinsamen) Start und kein (gemeinsames) Ziel, zwischen 0:00 und 24:00 sind 4 Checkpoints (Bahnhof Marchegg, Bahnhof Schleinbach, Bahnhof St. Andrä Wördern, Bahnhof Gramatneusiedl) in beliebiger Reihenfolge anzufahren und zu dokumentieren. Strecke darf jeder selbst austüfteln…
Ich bin beim austüfteln und komme so ca. auf 130 – 160 Kilometer

Nun ja, bald ist klar – ich werde wohl alleine fahren. Ich plane die Strecke einmal im Uhrzeigersinn und einmal gegen den Uhrzeigersinn, lasse diverse Planungs-Tools einmal grob rechnen (nur Strasse, Gelände, gemischte Strecke), denn ich bin mir noch nicht sicher – fahre ich mit dem Crosser oder mit dem Rennrad?

Ich entscheide mich schlussendlich für Rennrad und Fahrt gegen den Uhrzeiger.

Ich stehe zeitig auf, es hat so um die -5°C, schlüpfe in meine Winterklamotten und radle zum Bahnhof, denn ich will in Bruck/Leitha starten. Dort starte ich um 08:19 Uhr meinen Wahoo und kurble nach Hainburg, über die Donau und nach Marchegg.
Ich stemple beim Checkpoint 1 (Bahnhof Marchegg) um 09:43 Uhr bei km 35,70.
Es geht weiter, es ist wärmer geworden, der Wind ist schwach und es wäre Zeit für ein Frühstück. Ach ja, in Gänserndorf ist doch gleich bei der Ortseinfahrt eine Tankstelle – gemütlich ein Kaffee, ein Krapfen, ein Zuckerwasser und dann weiter.

Frühstück in Gänserndorf (der Krapfen war schon gegessen)…

Beim Checkpoint 2 (Bahnhof Schleinbach) bin ich um 12:09 Uhr, Kilometerstand 84,60.
Örks – was ist denn das da für eine Mauer? Der einzige Berg auf der Strecke und ich keuche hoch mit dem dünnsten Gang.
Ein Riegel, ein Gel – das ist nicht ganz das, was ich will. Also zwischen Kleinengersdorf und Korneuburg zur Tankstelle: Leberkäs-Semmel, Cola, Schokoriegel. Eine schlechte Entscheidung, wie sich herausstellt, denn ein paar Kilometer weiter ist ein Burger-King – hätte ich doch meine Route genauer studiert…

Am Donauradweg herrscht reges Treiben, Radler, Spaziergänger und ab dem Kraftwerk Greifenstein wird es noch ärger. Hochkonzentriert, um keine Kinder, Hunde, Jogger, Selfiemacher, Radler, Skater, Rollschuhläufer (jeweils männlich und weiblich mitgemeint) zu stören, kurble ich vorsichtig durch/vorbei. Und dann unterläuft mir ein Fehler. Eben wegen der Menschenmassen – und vielleicht auch ein bissl „laktatdeppert“ ignoriere/übersehe ich den diskreten Hinweis meines Wahoo „… rechts abbiegen …“, biege links Richtung Wien ab und nach ein paar Kilometern fällt mir ein: Da war doch was mit Checkpoint 3!
Ich schaue auf meinen Schummelzettel, da steht „Bahnhof St. Andrä/Wördern“. Also retour, mein Wahoo zeigt mir keine Route – der wird doch nicht etwa schwächeln?
Egal, um 14:38 Uhr bei Kilometerstand 125,20 stemple ich meinen Checkpoint 3.

Heute (am Montag) offenbart sich mein Fehler – es war nicht der Bahnhof St. Andrä/Wördern gemeint, sondern dieser hier! Ich hoffe auf ein paar Bonuspunkte und keine Disqualifizierung!

Wieder Richtung Wien (natürlich hat mein Wahoo die Route wieder gefunden und angezeigt), Menschenmassen entlang den Wegen entlang der Donau und auf der Donauinsel, froh bin ich, als ich beim Kraftwerk Freudenau rüberkurble. Jetzt wäre eine warme Mahlzeit schön, ich steuere den Mc Donalds an. Allerdings sind dort viele, sehr, sehr viele Menschen angestellt und ich verzichte. Ein Riegel, ein Gel, bei einer für Abholung geöffneten Pizzeria noch ein Cola und ein Apfelsaft gespritzt müssen reichen und es geht zum letzten Checkpoint.
17:30 Uhr, Kilometerstand 182,62: Ich stemple am Bahnhof Gramatneusiedl Checkpoint 4.

Die Beine sind noch gut, also kann ich auch heimradeln (Option wäre eine Zugreise). Ab Seibersdorf wird es dunkel, je ein ordentliches Front- und Rücklicht habe ich ja dabei, montiert und eingeschalten und ab nach Hause. Der letzte Berg (von Hof nach Donnerskirchen) tut aber schon etwas weh, jetzt spüre ich schon den Zweihunderter in den Beinen. Beim Haustor drücke ich auf Stopp und speichern: 215,99 Kilometer sagt Strava.

Fazit: Eine schöne Geschichte, hoffentlich nächstes Jahr etwas ähnliches!
Und ja, ich werde (hoffentlich) heuer mehr Fotos machen…


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4 Kommentare zu „The Slovakia Experiment – TSE21

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  1. Schöne Tour, super Leistung, für die frühe Jahreszeit sehr gut, abgehärtet und kälteunempfindlich ….. bist zäher Beißer. Gratulation.

  2. Super Bericht und ein echt feiner Blog den du da betreibst!
    Wäre schön wenn wir nächstes Jahr ein bissl länger quatschen könnten als heuer in Schleinbach.
    Alles Gute und viel Spaß beim Kurbeln 🙂

    1. Danke!
      Ja, es wird ja (hoffentlich) bald wieder die Zeit kommen,
      wo wir vor/während/nach einer Ausfahrt irgendwo gemütlich bei einem Saftl zusammensitzen und tratschen können!
      Liebe Grüsse + xund bleim!

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