Gemütliche 3-Tages-3-Länder-Runde

Vor dem nächsten (und dem 1. heuer) Unsupported-Bicycle-Adventure – dem Hungarian Divide – wollte ich noch eine kurze „Testreise“ machen. Ich habe nämlich schon wieder mein Setup geändert, nachdem ich Gewicht sparen will/muss. Es gibt doch noch leichtere Gepäckträger-Taschen, als die bis jetzt verwendeten. Und auch ein Test, was gehört in welche Tasche, um unnötige Sucherei im Bedarfsfall zu minimieren oder ganz auszuschliessen.
Meine „alten“ Taschen sind in der Bucht – kommt und kauft!

Ich überlege mir eine Runde. Die March auf der slowakischen Seite hinauf, ein Schlenker nach Tschechien und die March auf der österreichischen Seite wieder hinunter. Das geht gemütlich in 3 Tagen, ist relativ flach und bietet Asphalt, Schotter und Waldwege. Ich plane die Runde diesmal mit Mapy.cz und spiele den Track auf meinen Wahoo (*) und auf meinen (testweise auch montierten) eTrex Touch35 (*).

Zum Thema eTrex:
Ist nigelnagelneu, ein „Refurbished“-Gerät, habe ich Anfang April gekauft, drei- oder viermal herumprobiert, getestet… – und werde einfach nicht warm damit…
Und daher gebe ich ihn günstig ab – macht mir ein Angebot (rudi.hoermann [at] gmail [dot] com) , das ich nicht ablehnen kann (Rechnung hier), bzw. landet er – nach meiner Ungarn-Reise – in der Bucht…

Ich fahre also auf bekannten Wegen Richtung Bratislava, genehmige mir in Kittsee ein zweites Frühstück, dann starte ich meinen Track. Es geht nordwärts (noch immer auf bekannten Pfaden) und wo sich die Donau mit der March vereinigt ist noch ein ordentlich hoher Wasserstand. Der Radweg ist unbefahrbar – ein Slowake mit MTB erzählt von teilweise ca. 0,5 Meter Wassertiefe und sehr viel Gatsch, abgebrochenen Ästen und anderen Hindernissen…

Also ein Schwenk nach rechts und weiter geht es auf dem Iron Curtain Trail. Eigentlich wollte ich dann nach links, Richtung Marchegg und dort am Radweg weiter, aber schon die Zufahrt stand ordentlich unter Wasser, also etwas abseits weiter. Hier reiht sich Bunker an Bunker, alles so in der Größe einer „1-Mann-Beobachtungs-Station“. Alle (zumindest die paar, die ich begutachtet habe) total zugemüllt und/oder ausgebrannt.
Eigentlich wollte ich ja draußen schlafen, aber bei einer Jausenpause stelle ich fest: Milliarden von Gelsen, Bremsen und anderen Blutsaugern schwirren binnen Sekunden um mich herum. Zelt bzw. Moskitonetz habe ich keines mit, also wird Booking.com (*) befragt. Ich fahre rüber nach Malacky, checke ein im Motel M (*). Das Zimmer ist winzig, aber das Bett hat eine ordentliche Matratze und die Dusche einen großen Duschkopf und tollen Wasserdruck. Das Rad kommt in eine versperrte, blickdichte Garage. Ich esse eine Kleinigkeit (nicht wirklich aufregend), dusche noch einmal und lege mich schlafen.
Auf Strava gibt’s die Strecke zum schauen, nachfahren, liken…

Freitag, 07.08. – Tag 2:
In der Früh die erfolgreiche Suche nach einer Bäckerei. Ein kleines Frühstück und dann Richtung Gajary, um wieder auf meinen ursprünglich geplanten Track zu kommen. Schön auf dem Damm, durch lichte Wälder und dann, ziemlich genau an der Grenze nach Tschechien macht es wieder einmal „peng“ – Reifenplatzer!
Ich suche einen Platz im Schatten (es hat schon wieder an die 28 – 30°C), Vorderrad raus, Schlauch raus, Loch suchen, ich sehe den Riss im Mantel und dann fällt es mir wieder ein… Bei der letzten Tour nach Großmürbisch hatte ich ja ein kleines Hoppala. Aber ich hab dann vergessen, den Mantel zu tauschen. Also Schlauch tauschen, aus dem alten Schlauch ein Stück herausschneiden und als Einlage zwischen Mantel und Schlauch verwenden. Dann heisst es, die richtige Balance beim Reifendruck zu finden: nicht zu viel, damit kein „Wimmerl“ rauskommt, nicht zuwenig, damit kein Steinchen zwischen Mantel und Schlauch kommt…
Weiter eine Schleife über Lanzhot, Breclav, Valtice – hier ordentlich Radverkehr (Familien, Sportler, Bike-Packer/Reise-Radler) und alle Lokale voll (nix für mich – Gruppen über 3 Personen machen mich ja schon nervös), trotzdem ein paar Fotostopps und ich bin sicher, dass ich hier wieder einmal herfahren werde – Gegend, Radwege sind top! Wieder nach Österreich und in Mistelbach einquartiert – im Hotel Goldene Krone (*). Alles dabei, was der Radler braucht und das Rad kommt (eher) unauffällig mit auf’s Zimmer…
Strecke auf Strava.

Samstag, 08.08. – Tag 3:
Ausnahmsweise Frühstück im Hotel. Radgeschäft hat noch zu (wegen einem neuen Mantel wär’s gewesen). Egal, ich pumpe vorsichtig auf ein erträgliches Maß und rolle ostwärts Richtung March. Asphalt wechselt mit Wald- und/oder Güter-Wegen, dann auf ordentlich geschotterte Wege. Dort wurde ordentlich feiner, spitzkörniger Splitt (der vermutlich im heurigen Winter nicht gebraucht wurde) aufgebracht und zwischen Tallesbrunn und Stripfing war es dann soweit: Mein Vorderrad verliert Luft. Nachpumpen hilft – zuerst für ein paar mal ein paar Kilometer, aber dann ist Schluss mit Lustig.
Also setze ich mich neben dem Friedhof in Stripfing (mit Wasserleitung mit herrlich kaltem Wasser) in den Schatten, wechsle den Schlauch. Es ist mein zweiter und letzter Reserveschlauch. Nach Suche in meinen Taschen stelle ich fest: Pick-/Flick-Zeug liegt sicher daheim in der Rad-Garage am Tisch. Also wieder einmal „Plan B“. Die allmächtige Suchmaschine befragt. Wo ist das nächste Radgeschäft? Gänserndorf, wird mir mitgeteilt. Ok, das ist nicht soweit, also hingeradelt.
Radgeschäft 1: feines Rennrad-Material, kein Mantel in meiner Grösse,
Radgeschäft 2 (Filiale eine Sportartikel-Kette): detto.
Also „Plan C“: Verzichten auf den/die geschotterten Radweg(e), die sowieso (nach Auskunft eines Einheimischen) noch teilweise unter Wasser stehen und auf der Bundesstrasse 49 nach Hainburg, über die Donau und auf bekannten und oft befahrenen Wegen Hause fahren…
Strava weiss natürlich wieder, wo und wie

Resümee:
Geht mit den neuen Taschen schon ein bißchen leichter, Packordnung ist auch soweit ok. Reifen vor einer Reise auf Schäden kontrollieren wäre auch nicht schlecht. Und vielleicht sollte ich doch meine Packliste ausdrucken und abhaken – wegen dem vergessenen Flick-Zeug. Und meine Arschcreme (*) habe ich auch daheim gelassen, dank Brooks Cambium (*) und einer ordentlichen Hose keine „Schäden“ am Popsch…


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