Nur mehr 428,58 km…

…nenne ich meine Weihnachts-Ausfahrt vom 24.12.2019 auf Strava.
Ja, es ist wieder „Festive 500„-Zeit – „… 500 Kilometer. Acht Tage. Die weltweit beliebteste weihnachtliche Radsport-Challenge, bla, bla, bla …“. Die letzten Jahre hatte ich zwar auch immer teilgenommen, aber nie fertig gemacht. Familienfeiern (die natürlich vorgingen), beschissene Dienstpläne, grausliches Wetter (vereiste Straßen und Radwege), keine Motivation…

Aber heuer!
Ich bin fast 63 Jahre alt und in Pension/Rente – also keine Dienstpläne mehr!
Familienfeier (es gibt nur eine) ist am 24.12. Abends.
Die Wetterlage: Plusgrade, trockene Strassen, bis auf den grauslichen Wind alles gut.
Da sollten die 500 km doch zu schaffen sein…

DI, 24.12.:
Ich drehe bei grauslichem Wind eine kurze Koglrunde – ich muss ja noch duschen und die Reise nach Wien antreten. Strava sagt, es sind etwas über 70 km

 

MI, 25.12.:
Ich gehe in den Schuppen mein Rad holen, aber was sehe ich da: keine Luft im Hinterrad… Hinterrad raus, Schlauch raus, Loch suchen. Ein winziger Glassplitter ist der Übeltäter, den habe ich mir wohl gestern irgendwo „eingefangen“. Also einen neuen Schlauch eingezogen und Abfahrt. Geplant ist eine 100-Kilometer-Plus-Runde. Die erste Hälfte gegen den Wind und dann mit Rückenwind nach Hause. Hahaha.
Mehrmals schaue ich nach hinten – hat mir jemand Steine angebunden oder ist der Wind von vorne wirklich so #murgelgrumbel…
In Wr. Neustadt muss ich in die Fast-Food-Bude – ein Burger, Pommes und (vor allem) ein 1/2 Liter „Zuckerwasser“ sind notwendig. Rückenwind war nicht so wirklich und nach 102,18 km rolle ich daheim in den Hof.

DO, 26.12.:
Ins „Blaue Wunder“ will ich heute. Theoretisch (laut meiner App) habe ich Gegenwind bis Bruck (oder fast bis Neudorf) und dann Seiten-/Rückenwind nach Hause. Theoretisch. In Bruck der übliche Stopp an der Tanke und dann weiter nach Gattendorf. Kein scharfes Würsterl heute, only Campari und Kaffee. Rückenwind bis Zurndorf, dort ein ordentlicher Regenguss und: der Wind dreht und kommt wieder von vorne…
Immerhin lässt der Regen kurz nach dem Friedrichshof nach – aber der Gegenwind bleibt. Bin ich ja schon gewöhnt und ärgere mich nicht wirklich. Wieder 102,41 Kilometer geschafft, etwas mehr als die Hälfte der Challenge ist abgehakt…

FR, 27.12.:
Ruhetag, weil:
A) hat sich einiges getan in der Rentenaufbesserungsabteilung und das bedeutet: Rechnungen schreiben, Packerl machen, zur Post fahren…
B) Überschwemmung im Badezimmer und das bedeutet: fluchen, Fehlersuche, Material einkaufen fahren, reparieren…

SA, 28.12.:
Die längste und anstrengendste Einheit in dieser Woche. „Lebhafter“ NNW-Wind ist angesagt. Ich will nach Deutschkreutz und über Ungarn heim. Das bedeutet eigentlich Rückenwind bis (hoffentlich) Lutzmannsburg und dann irgendwie mit Seitenwind oder so heim. Denkste. Am Sieggrabener Sattel liegt Schnee und bis Oberpullendorf sind die Strassen nass. Aber immerhin: Fast Rückenwind. Dann der Schlenker nach Lutzmannsburg. Seiten- und Gegenwind. Und dann der nächste Schlenker Richtung Deutschkreutz: stürmischer Gegenwind und teilweise Schneegestöber… Kurz, aber wirklich nur kurz überlegt, ob ich in den Zug steige (ich bin nicht eingestiegen) und dann die letzten knapp 40 km bei ordentlichem Gegenwind heim. immerhin waren es dann 115,94 km und es fehlen also nur mehr 109…

SO, 29.12.:
Ich hole in der Früh die Zeitung aus dem Postkasten und merke: es ist deutlich kälter geworden und der Wind hat ordentlich zugelegt. Trotzdem: anziehen, aufsitzen, losfahren… Nach ein paar Kilometern merke ich aber, auch die Beine wollen heute nicht so richtig, also wird es wohl nix mit „heute-fertig-machen„. Ich strample nach Weiden, Enzo hat zu, ich schwenke nach Neusiedl, hole mir einen Kaffee in der „goldenen Möwe“ und strample wieder heim. Nur 67,16 km sagen sowohl mein Elemnt, als auch Strava

MO, 30.12.:
Es ist sonnig, klar und kalt und es weht fast kein Wind. Also perfektes Wetter, um die letzten fehlenden Kilometer abzuspulen. Ich kurble nach Mattersburg, trinke einen Kaffee in der Fast-Food-Bude und mache dann einen Schwenk Richtung Heimat. Beim „Zeitstuhl“ mache ich eine Pause und genieße die Sonnenstrahlen. Und dann gehts nach Hause und mit den letzten 51,80 Kilometern hab ich die Challenge abgeschlossen – 510 km waren es insgesamt zwischen Heiligabend und Silvester. Für heuer wars das, morgen fahr ich nix und dann: schaumma amoi…


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