Erste Bike-Packing-Testreise mit neuem Setup

Endlich sind die Reisebeschränkungen aufgehoben, Gastronomie und Beherbergungsbetriebe sind geöffnet, also ist es an der Zeit, ein kleine Test-Reise zu machen. Ich plane eine Tour nach Linz, dann weiter nach Haid und dann wieder nach Hause.
Linz deshalb, weil ich mit dem neuen Setup nicht gleich beim ersten Mal einen üblen Bergfaktor brauche (meine Komoot-Planung sagt „… 227 km + 1.870 hm …“, also Bergfaktor 8,24). Die Heimreise brauche ich nicht planen, ich übernehme die Brevet-Strecke „Haid-Weiden“ der Randonneure Österreichs – danke Ferdinand!

Fahren tue ich mit dem bewährten Cannondale Topstone, allerdings habe ich einiges am Setup geändert – einige Details und Fotos gibt’s hier.
Obwohl ich ja für diese „Testfahrt“ nur 2 bis 3 Tage eingeplant habe, packe ich alles für eine mehrtägige Reise ein, Schlafsack, Isomatte, Regen- und Reserve-Gewand, Werkzeug, Power-Bank, Riegel, Kochgeschirr, seidenes Nachthemd usw. usf.
Auf ein Abwaage habe ich wohlweislich verzichtet, beim anheben wird mir allerdings schon leicht schummrig…

Ich fahre also zeitig in der Früh los, das Wetter ist ok, noch nicht zu heiss, einzig der Wind von vorne ist mir gar nicht recht. Das Topstone läuft auch mit den nicht ganz austarierten Taschen gut. Es geht stetig leicht bergauf, und ungefähr bei km 80 – zwischen Kaumberg und Hainfeld ist der höchste Punkt der Tour erreicht. Aber dann. Es wird wärmer, der Wind kommt noch immer von vorne und es geht bergauf, bergab, bergauf, bergab – mit ein paar ordentlichen Rampen. Aber ich habe das ja quasi so gewollt, denn bei den Bikepacking-Geschichten, die ich heuer noch vor habe, ist so ein auf und ab ja gang und gäbe.

Bei Berging ist die Furt der „kleinen Erlauf“ ordentlich tief, eine kurze Pause mit Schuhen aus, Rad durchschieben, Arme, Beine, Kopf kühlen ist wunderbar.
Nebenbei bemerke ich, ich habe 2 entscheidende Fehler gemacht:
1.: ich habe eine frisch gewaschene Hose an (normalerweise tue ich vor einer Tour mit 150 km+ eine Hose „einschwitzen“) und
2.: ich habe vermutlich/sicher etwas zuwenig Hirschtalg (*) geschmiert, ein leichtes brennen ist zu verspüren…

Bei km 185 ist Schluss mit auf und ab – ich bin an der Donau. Jetzt ist es nicht mehr weit bis Linz, hurra. Irgendwann wundere ich mich, dass mich Komoot vom Treppelweg/Donauradweg wegschicken will, ich ignoriere den Vorschlag – das kostet mich allerdings einige Kilometer, denn die Steyregger Brücke ist so nicht erreichbar und ich muss bis zur VOEST-Brücke weiter…

Dann habe ich knappe 230 km in den Beinen, der Arsch tut mir weh und finster ist es auch schon. Ein Kaffee und eine Jause bei der Tanke, ein Blick auf’s Handy, wo ist das günstige Hotel, das ich mir ausgesucht habe? Natürlich am anderen Ende der Stadt. Nein, danke, mir reicht’s, ich checke im nächstgelegenen Hotel – im Arcotel Nike (*) – ein.
Hat alles, was man für diesen Preis erwarten kann. Und für Radfahrer gibt es hinter der Tiefgarage noch eine abgesperrte Garage mit einem abgesperrten Fahrradkäfig!
Ich dusche und begutachte meinen (ich glaube erstmalig seit 20 Jahren wieder einmal) wundgefahrenen Arsch. Hirschtalg habe ich mit, ich schmiere ordentlich.

Ich stehe zeitig auf, fahre in’s Zentrum frühstücken und fühle mich ausnahmsweise nicht so richtig wohl am Rad. Trotz dick aufgetragenem Hirschtalg (*) brennt mein Popsch noch ordentlich. Ich drehe noch eine kleine Runde durch Linz, trinke noch einen zweiten Kaffee und überlege, ob ich die 300-km-Heimreise mit dem Rad mache oder nicht. Nein, muss nicht sein. Ich rolle zum Bahnhof, checke mir ein Ticket und fahre mit dem Zug nach Hause.

Fazit:
Alles gut mit dem neuen Setup, ein paar Kleinigkeiten sind noch zu optimieren. Allerdings ist eine 200-Kilometer-Tour mit dem Rennrad wesentlich leichter (und auch schneller) zu absolvieren, bei den nächsten Bike-Packing-Touren werde ich mich wohl mit einem Tages-Hunderter oder so (je nach Bergfaktor) zufrieden geben.
Ach ja – einen Testbericht bezüglich meines neuen Racktime „Yves“ (*) gibt’s auch demnächst!
Strava zeigt euch hier meine Tour nach Linz.


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