Die letzten Tage bin ich eh brav gefahren – hauptsächlich in der Früh‘ oder am frühen Vormittag, aber heute scheiss ich drauf. Momentan (13:00 Uhr) hat es bei uns im Hof 42,2°C und es war schon in aller Frühe drückend schwül/heiss und man soll es ja nicht übertreiben.
Im kühlen EDV-Raum hocken, alte Fotos und Geschichten auf Backup-Medien sichten und gleich eine alte Geschichte posten:
Dolomitenradrundfahrt 13.06.2010:
Pfuuuuuh – gerade noch so (oder doch nicht) geschafft!?
Als einziger Teilnehmer des Radteams Lautner-Heizung (heuer) am Lienzer Radmarathon bekam ich ja von einigen Mitgliedern des Teams den unmißverständlichen Auftrag: „…moch uns ka Schaund, a Zeit von 04:00:00 muaß drinn sei – sunst wiast auspeitscht…“
Also, mit diesen Worten im Hinterkopf gespeichert, trat ich die Reise nach Lienz an. Schon bei der Kaiserschmarrn-Party ein Treffen mit den „üblichen Verdächtigen“, danach noch ein Rundgang durch die Altstadt inklusive Schlummertrunk-Einnahme…
Vor dem Start ein Wiedersehen/Kennenlernen mit einigen „Bikeboardern“ und alten Bekannten von früheren Radmarathons. Pünktlicher Start – und jährlich das selbe Spiel: Vollgas Richtung Oberdrauburg, Stop-Go-Stop-Go, einige Stürze, doch der anschließende Gailbergsattel bremst das Tempo. Ich bin gut drauf, zieh‘ flott drüber, es geht wieder bergab und dann – ab Köttschach-Mauthen gehts richtig zur Sache. Die Wetterprognose – 17-20°C und leichter Regen – stimmt nicht, es ist schön warm (mag ich gar nicht)… Die Zeitvorgabe im Hinterkopf ist nicht so gut, ich schau viel zu oft auf die Uhr, rechne, forciere das Tempo, es tut schon weh, bin fast am „überdrehen“, muß das Tempo wieder rausnehmen und verliere fast meinen Rhythmus… In Obertilliach bleib ich bei der Labe kurz stehen – Flaschen auffüllen, dann die letzten Steigungen und es geht endlich bergab.
Hier unbedingt erwähnenswert: Die Abfahrtshaltung/-technik des Fräuleins M. M. (wie sagt mein Freund Gerhard G. immer: „…Schädl owe und Oasch auffe – sagenhaft…“)
Ich bin ja ein „Schisser“ bei der Abfahrt und bremse viel zu oft (daher verliere ich auch den Anschluß an das Fräulein M. M.)… Unten in Abfaltersbach angekommen nochmal ein Blick auf die Uhr – leggoarsch, das wird sehr, sehr, sehr knapp! Das denken sich offensichtlich auch 2 Mitstreiter, mit denen ich mit Vollgas und mit letzter Kraft Richtung Lienz fahre. Wir holen noch ein paar Andere ein, hoffen auf Mitarbeit – wird nix, also wieder zu dritt weiter und schon fast „blau“ fahr ich über die Ziellinie…
Mein Garmin zeigt 03:59:05 – ist aber nur die reine Fahrzeit…
Laut Pentek-Timing Ergebnisliste: 04:00:20 (Netto-Zeit)
Na gut, da muß ich bei der nächsten Team-Sitzung halt was von „Wildwechsel, rote Ampel, Eisenbahn-Schranken zu“ oder so erzählen (betreffend der „:20“) um mir ein paar Peitschenhiebe zu ersparen…
Next Race: 27.06. – Mondsee
Fotos? Fehlanzeige, habe ich keine gefunden…
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