Grevet 2025 #3 – jetzt auch fertig! – Der Kilometermacher

Grevet 2025 #3 – jetzt auch fertig!

Irgendwie komme ich heuer nicht zu einer längeren Radreise. Der Kalender gibt das einfach (momentan) nicht her. Immer nur so ein paar Tage Zeitfenster. Eigentlich ist das aber ganz ok, denn so kann ich die diversen – aus welchen Gründen auch immer – nicht fertig gefahrenen Geschichten zu Ende fahren.

Diesmal wähle ich den Grevet #3 „… Böhmisch-Mährisches Grenzland …“, den ich im Juni 2025 erfolgreich abgebrochen habe…

Ich fahre mit dem Zug nach Gmünd – dazu habe ich einen Nachtrag bzw. eine Korrektur im Beitrag „CZ von Nord nach Süd“ hinzugefügt (ziemlich weit unten, ich hab‘ das mit dem Anker setzen gerade nicht hinbekommen). Keine Ahnung, warum das von keinem der knapp 100 Lesern nicht bemerkt/bemängelt wurde…

Von Gmünd weg nehme ich bei kühlem und windigen Wetter nicht die Hardcore-Variante wie damals, sondern die Soft-Variante Richtung Slavonice (welches eigentlich mein geplantes Tagesziel sein sollte).  Doch es sollte anders kommen. Kurz nach Gmünd: Ein Patschen am Hinterrad. Ich dachte mir noch: „Verdächtig viele Patschen heuer an diesem Hinterrad„, aber das kann passieren. Also Laufrad raus, Schlauch raus, gucken, abtasten, nix finden, neuen Schlauch rein, fertig und weiter fahren. In Waidhofen hole ich mir ein Jauserl und einen Kaffee, fahre weiter und: Patschen Nr. 2!
Das kann’s aber wirklich nicht sein…
Ich schiebe zurück nach Waidhofen, steuere den Intersport an und bitte um Hilfe. Gemeinsam mit dem Mechaniker untersuchen wir zu zweit den Mantel. Ein winziges Stück Glas/ein winziges Drahtstück/ein kleiner Dorn/??? Nix. Aber das Felgenband ist an einer Stelle verrutscht/eingerissen. Daran wird/sollte es wohl liegen. Sicherheitshalber investiere ich auch in einen neuen Mantel, denn mein Maxxis (*) hat eh schon genug Kilometer drauf.
Das alles kostet natürlich Zeit, es ist schon später Nachmittag, ich bin verärgert, frustriert, ang’fressen und brauche erstmal dringend einen Drink. Mein eigentliches Tagesziel – Slavonice – liegt in weiter Ferne und ich buche mir ein Zimmer im Stadthotel. Abendessen und ein paar Frust-Getränke konsumiere ich beim Kirchenwirt
Kurze Etappe: nur 35 Kilometer

Donnerstag, 23.07.:
Sehr zeitig stehe ich auf, denn im Stadthotel gibt es Frühstück ab 06:30 Uhr! Dann hole ich mein Rad aus der versperrten, mit der Zimmerkarte zu öffnenden Radgarage und weiter geht’s. Es ist kühl, kräftiger Wind weht. In Slavonice ein Kaffee, kurz den schönen Hauptplatz bewundert und weiter. Ja, was soll ich euch sagen: Mitten in der Pampa habe ich doch tatsächlich Patschen Nummer 3! Aber diesmal ist es ein deutlich sichtbarer Dorn.
Ruck-zuck ist ein neuer Schlauch drinnen, bin jetzt ja schon in Übung.
Zum kräftigen Wind kommt jetzt auch noch zeitweise Regen dazu. Regenjacke an, zwei Kilometer weiter ist der Regen wieder vorbei. Aber ein paar Kilometer weiter fängt der Regen wieder an – und ist nach ein, zwei Kilometern wieder vorbei…
Der Wind kommt zum Glück so zu 50% von hinten oder von der Seite. Schöne Gegend, einsame Dörfer, immer in Grenznähe, auf und ab geht es dahin. In Drosendorf Kaffee und Iso-Getränke. Der Wind bleibt, im Wald zum Glück nicht bzw. weniger. Normalerweise habe ich ja Schlafsack und Isomatte mit – diesmal nicht, denn der Plan sah ja anders aus. Schade, denn es gab/gibt einige schöne Shelter auf der Strecke. Gut, ich kämpfe mich weiter bis Znojmo/Znaim.
Ich checke mir nach 132 anstrengenden Kilometern ein Zimmer im MP-Hotel – liegt ca. 3 km ausserhalb des Zentrums, ist aber eines der günstigsten, sehr geschmackvoll, sehr sauber, Radabstellplatz im Lager (?), tolles asiatisches Restaurant (Restaurace Viethouse) dabei…

Freitag, 24.07.:
Etwas länger geschlafen, denn Frühstück – klassisch interkontinental, plus hervorragende Frühlingsrollen (!!) gibt es erst ab 08:00 Uhr.
Im Stadtzentrum gibt es überraschend viele Radgeschäfte, in einem davon erwerbe ich sicherheitshalber noch 2 Schläuche (die ich zum Glück nicht mehr gebraucht habe).
Und dann weiter. Es ist noch/wieder kühl und windig. Die 2 oder 3 (hüstel) Frühlingsrollen (und alles andere) tun gleich ordentlich weh, denn es geht kurz nach Znojmo/Znaim ordentlich bergauf. Schöner Blick auf Znojmo/Znaim. Sandig und steinig geht es weiter bergauf und bergab. Irgendwo nach Satov wechsle ich dann endgültig auf die österreichische Seite und bei Kilometer 55 bin ich in Hollabrunn – das war das Ziel beim Grevet 2025 #3. Somit habe ich diesen – spät, aber doch – auch erledigt!

Meinen ursprünglichen Plan – weiter per Rad zumindest bis Wien – habe ich dann doch gleich verworfen. Die anstrengende gestrige Etappe und auch die heutige (die auch nicht ganz ohne war) machen mir die Wahl zwischen Rad und ÖBB ganz leicht…

Aber die kleine Reise war sehr schön und interessant, einige Plätze, Streckenabschnitte etc. habe ich mir schon notiert und ich werde sicher wieder in der Gegend herumfahren…


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Danke für Eure Unterstützung!


Du möchtest mich auf einen Kaffee oder ein pannonisches Iso-Getränk (= Spritzer) einladen?
Vielen Dank im Voraus!






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